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Krankheiten von Süßwasserkugelfischen

Süßwasserkugelfische sind bei einer artgerechten Haltung nach unseren Erfahrungen eher nicht anfällig für häufige Erkrankungen. Bei einer Infektion mit einem Erreger kommt einem außerdem zugute, dass auch Süßwasserkugelfische recht resistent gegen höhere Kochsalzkonzentrationen im Wasser sind. Bei Erregern, welche bekannterweise keine Toleranz gegen Kochsalz zeigen, reicht es daher häufig, das Aquarienwasser für eine gewisse Zeit mit Meersalz (aus der Aquaristikabteilung!) aufzusalzen. Viele Krankheiten lassen sich bereits auf diesem Wege heilen und machen den Einsatz der meist sehr giftigen Aquaristikheilmittel oft überflüssig.

Ein wenig häufiger als bei vielen anderen Fischfamilien beobachten wir allerdings Wurmerkrankungen. Dies ist besonders bei frisch gefangenen Fischen der Fall. Es hat sich bewährt, mit Knoblauch zu behandeln, der viele Würmer abtöten kann. Äußerlich kann behandelt werden, indem grob geschnittene Knoblauchzehen einfach ins Becken gegeben werden. Innerlich wird mit Knoblauch behandeltes Frostfutter verabreicht, welches man selber herstellen oder im guten Aquaristikhandel auch schon fertig zubereitet kaufen kann.

Es bleibt noch darauf hinzuweisen, dass es einen Wurm gibt, der schon vor Jahrzehnten beschrieben wurde und der uns bisher nur bei Kugelfischen (übrigens auch bei Brackwasserarten) bekannt ist. Dieser wird mit einigen Zentimetern für einen solchen Parasiten relativ groß und scheint unter der Haut der Kugelfische zu leben, oft im Kopf-Rücken-Bereich. Er kann, wenn er tief sitzt wie eine Beule oder ein Buckel aussehen, sitzt er flach unter der Haut, ist klar die Form des Wurms zu erkennen. Manchmal bewegt der Wurm sich auch von einer Stelle zu einer anderen. Dieser Parasit schädigt den Fisch erheblich und er führt oft zum Tode des Fisches. Auch dieser Wurm ist wahrscheinlich mit einer gleichzeitigen inneren und äußeren Behandlung mit Knoblauch abzutöten, doch scheinen Kugelfische oft noch an den Nachwirkungen des Parasiten zu sterben.

Bilder: T. biocellatus mit der beschriebenen Wurmkrankheit

 

Bilder: Die aus dem leider verstorbenen T. biocellatus sezierten Wurmparasiten

Relativ häufig kommen bei vielen Kugelfischarten Bissverletzungen vor, die von Revierkämpfen herrühren. Diese Verletzungen verheilen meist innerhalb weniger Tage und sind daher kein Grund zur Sorge, wenn es nicht zu ständigen neuen Attacken gegen das verletzte Tier kommt (in diesem Falle ist das Becken zu klein und einer oder mehrere der Kugelfische müssen entfernt werden, sonst werden die Schwächsten oft sehr schnell getötet oder erheblich unterdrückt!). Entzünden sich diese Bisswunden aber (man erkennt oft eine Rötung an und um die Bissstelle) oder verpilzen sogar, ist bei einem schwachen Befall und einer frühen Erkennung mit Meersalz zu behandeln, wie oben beschrieben. Bei einem starken Befall und/ oder einem späten Erkennen ist sofort mit den handelsüblichen Antibiotika (gegen bakterielle Erkrankungen) oder Antifungiziden (gegen Pilzerkrankungen) zu behandeln.

Helfen die oben beschriebenen alternativen Behandlungsmethoden nicht innerhalb kurzer Zeit, ist natürlich immer auf die in der Süßwasseraquaristik üblichen Medikamente umzusteigen, wobei es oft schwer ist, gute Wurmbehandlungsmittel zu finden. Die Wurmbehandlungsmittel der grßen Aquaristikfirmen haben bei uns bei einigen Wurmerkrankungen keine Wirkung gezeigt.

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